Nachruf Rolf W. Michael - Mondschein Corona Verlag

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Nachruf Rolf W. Michael

 
24.09.2015: Heute haben wir eine schreckliche Nachricht erhalten:
Wir trauern um Rolf W. Michael, ein toller Mensch und Autor!
Ohne ihn gäbe es den Mondschein Corona Verlag nicht, zumindest keinesfalls in seiner heutigen Form. Rolf Michael war kurz davor gewesen, mit dem Schreiben aufzuhören, doch durch den intensiven Kontakt zu mir fasste er neuen Mut und begann wie verrückt, seine alten Werke aus der Schublade zu holen und fing mit den Überarbeitungen an. Nicht nur das, er wollte sogar neue Geschichten für den Mondschein Corona Verlag und seine Leser schreiben. Leider waren ihm nicht viele vergönnt.
Außerdem gab er uns so viel Mut und Tipps. Er stand jederzeit hinter uns und hatte ein offenes Ohr für seine Freunde. Auch wir gehörten zu seinen Freunden. Dies erfüllte uns mit Stolz. Fast jeden Tag blieben wir mit Rolf Michael in Kontakt und es bereitete mir wie immer eine große Freude.
Doch leider ist er am 23.09.2015 von uns gegangen. Ein großer Schock für uns und für die, die ihn kannten und mochten. In Gedanken und im Herzen bleibst du immer bei uns.
Wir treffen uns in Walhalla wieder.
In stiller Trauer
Finisia Moschiano, Michael Kruschina 
und der gesamte Mondschein Corona Verlag

Kommentar von dem Autor Marin Baresch:
Während unserer "aktiven" Heftroman-Autorenzeit hatten wir nie Kontakt miteinander: Rolf W. Michael, geboren am 25.8.48, schrieb unter "Robert Lamont" für "Zamorra" - sein erster Roman dort wurde 1981 als No. 184 mit dem Titel "Der Krakengötze" veröffentlicht - und ich als "Ryder Delgado" für "Damona King".
Nachdem Rolf auf zauberspiegel-online zu einer dort ab 30.8.2015 wöchentlich veröffentlichten Interview-Trilogie mit mir den einen oder anderen launigen Kommentar postete, hab ich ihm einfach mal gemailt und Dankeschön gesagt.
Zu meiner großen Verblüffung kam beinahe umgehend Antwort. In der Folge entwickelte sich in den knapp 30 Tagen bis zu Rolfs Tod in der Nacht vom 23. auf den 24.9. ein ungeheuer intensiver Kontakt, mit zum Teil bis zu drei täglich hin und her fliegenden Mails. Immer wieder auch kamen Hinweise: "Lies meine auf zauberspiegel-online veröffentlichte Artikelserie "Teestunde mit Rolf Michael", immer wieder riet er mir, meine Romane doch auch beim Mondschein Corona-Verlag unterzubringen, weil es dort fair zugehe und Plochingen außerdem auch im Filstal liege und ich dort früher doch nur einen Katzensprung entfernt, bei Göppingen, gewohnt habe. Ja, und immer wieder schimmerte sein bis zuletzt andauerndes Interesse für Weltgeschichte durch und mischte sich mit der Wehmut, mittlerweile auf einen Rollator angewiesen zu sein und auf Sauerstoffflaschen und Krankenpflegerinnen. Am 19.9. hatte er mir noch eine lange Mail geschrieben und viele Fotos angehängt, von seinen Katzen (die er gut versorgt wusste), von sich selbst (darunter das letzte, auf dem er noch selbständig stehend zu sehen war). Auf meine Antwort, ausnahmsweise mal erst nach zwei Tagen, kam kein Feedback mehr.
Rolf wurde 67 Jahre alt; in "seiner" Zeit war er ein fleißiger (leider aber auch, dank seiner sorgfältigen Recherchen und seines ebenso sorgfältigen Schreibens, ein langsamer) Autor, was ihm wohl den ganz großen Durchbruch, zumindest aber eine größere Bekanntheit verwehrte. Traurig, dass nach wie vor ausgerechnet die Fähigkeit zur "Massenproduktion" darüber mit-entscheidet.
Nichtsdestotrotz hat Rolf rund 100 Romane veröffentlicht, darunter die auf diesen Seiten zu findenden.
Vor allem diese "Mondschein-Corona-Romane" werden bleiben von Rolf W. Michael, und das ist auch gut so.
Ich bedaure heute sehr, diesen gebildeten Menschen und Autoren ein paar Jahrzehnte zu spät - und nicht in seiner lebenslustigen, wilden Zeit kennengelernt zu haben.
Von: Martin Baresch/Autor
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü