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Der Mondschein Corona Verlag lädt heute "Iver Niklas Schwarz" zum Interview ein

Herausgegeben von Finisia Moschiano in Interviews · 26/6/2017 15:50:00
Der Mondschein Corona Verlag lädt heute Iver Niklas Schwarz zum Interview ein.
 
Wann hast Du mit dem Schreiben angefangen? Gab es ein bestimmtes Schlüsselerlebnis?
Ich kam spät zum Schreiben. Um meinen dreißigsten Geburtstag herum – ich bin Jahrgang 1981, das große Jahr der Friedensbewegung und der Gründung von MTV und Metallica – war da ein kreatives Vakuum, das gefüllt werden musste. Ich hatte das Gefühl, überall auf potenzielle Geschichten zu stoßen. Irgendwie hatte ich diese »Antenne« in mir, der ich vor zwei Jahren den Namen Iver Niklas Schwarz gab. Ab diesem Moment hatte ich meine persönliche Büchse der Pandora geöffnet.
 
Wie bist Du zum Schreiben gekommen? War das immer schon ein Traum oder war es eher ein zufälliges Talent/Interesse, welches sich erst spät entwickelte?
Für jemanden, der seit Kindertagen süchtig nach Geschichten ist, wird die Schriftstellerei irgendwann zu einem logischen Schritt. Warum Konsument bleiben, wenn du Dealer sein kannst? Bücher nehmen uns gefangen und verzaubern uns. Durch ein paar gedruckte Buchstaben empfinden wir Angst oder Wut, Liebe oder Freude. Aktiver Teil dieser Magie zu sein, kommt mir tatsächlich oft wie ein Traum vor.
 
Hast Du einen Lieblingsort, an dem Du gerne schreibst?
Am Schreibtisch in meinem Büro. Wenn sich mein Geist in die fiktive Welt verabschiedet, muss der Körper in einer vertrauten Umgebung zwischenlagern. Dazu gehören Routinen. Stets der gleiche Blick aus dem Fenster, die gleiche Teekanne, der gleiche Stuhl ...
 
Woher holst Du dir deine ganzen Ideen für die Geschichten her?
Es gibt da in der Nähe von Gütersloh diesen zwielichtigen Laden für gebrauchte Ideen ... Im Ernst: Ich glaube, gute Storys finden den Autor, der sie aufschreiben soll. Die Geschichten sind schon da, wenn ich auf sie stoße. Meine Aufgabe als Schriftsteller besteht darin, sie freizulegen; ähnlich einem Bildhauer, der beim ersten Blick auf einen Stein bereits die fertige Statue vor Augen hat. Die Sprache bildet den Werkzeugkasten, mit dessen Inhalt ich die Konturen herausarbeite. Autor sein bedeutet, den Meißel bereitzuhalten, den Geist freizumachen und abzuwarten, bis eine Idee mich findet.
 
Würdest Du auch Auftragsgeschichten schreiben?
Ich habe es einmal versucht. Herausgekommen ist die einzige Kurzgeschichte, die ich nie zur Veröffentlichung freigegeben habe. Seitdem richte ich mich nicht mehr nach Vorgaben. Wenn beispielsweise eine Anthologie zu einem Thema veröffentlicht werden soll, muss eine passende Geschichte schon vorher in Grundzügen vorhanden sein. Ansonsten muss der Verlag ohne mich auskommen. Gleiches gilt für Romane: Die Story ist der Boss, nicht Trends oder Verkaufargumente. Das schulde ich den Ideen, die mich aufsuchen.
 
In welchem Genre würdest Du Dich gerne mal versuchen?
Ich liebe Horrorstorys und Thriller, das Spiel mit der Angst und der Spannung. Zunehmend finde ich es als Autor aber immer reizvoller, die gesamte Klaviatur menschlicher Emotionen zu spielen. Letztendlich geht es in jedem Genre um uns Menschen. Was wir denken und fühlen, wie wir handeln, was uns antreibt. Am Ende sind Genregrenzen was für Aufkleber auf Buchdeckeln.
 
Welches Genre reizt Dich nicht zum Schreiben?
Fantasy. So gern ich gelegentlich Fantasy lese – mein aktueller Buchtipp ist »Die Stadt am Kreuz« von Rafaela Creydt – so verloren würde ich mich fühlen, eine ganze Welt erdenken zu müssen. Ich nehme lieber, was ich kenne und füge bei Bedarf phantastische Elemente hinzu.
 
Sind derzeit bestimmte Zukunftsprojekte in Planung?
Mein Debütroman liegt zur Veröffentlichung bereit. Es ist ein klassischer Boy-meets-Girl-Psychothriller, der aber aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählt wird und in die Abgründe der menschlichen Seele führt. Bis es so weit ist, erscheinen dieses Jahr noch einige etwas umfangreichere Kurzgeschichten, wie zum Beispiel »Die letzten weißen Flecken auf der Karte« als Lovecraft-Hommage in der Anthologie »Wald« beim Mondschein Corona Verlag und die Splatterorgie »Lovemobil« im fünften Band der »Fleisch«-Reihe beim Eldur-Verlag. Als Arbeitsbeginn für meinem nächsten Roman ist der Herbst vorgesehen. Die Ideen stehen Schlange ...
 
Welche von Dir gelesenen Bücher sind Dir besonders in Erinnerung geblieben?
»Der Herr der Ringe« hat mich als zehn- oder elfjährigen Jungen so gefesselt, dass mir der Strand für einen ganzen Urlaub herzlich egal war. Kurz danach traf ich auf den Schriftsteller, der mich am stärksten geprägt hat: Auf dem Dachboden fand ich eine zerlesene Ausgabe von Stephen Kings »Es«. Ein paar Wochen später rief die Stadtbücherei bei meinen Eltern an und fragte, ob es denn okay sei, dass ihr zwölfjähriger Sohnemann Horrorschocker ausleiht. Weiterhin ist mir »Evil« von Jack Ketchum sehr in Erinnerung geblieben. Ein Tiefschlag von einem Buch. Selten hatte ich nach der letzten Seite derart miese Laune. Ich habe einige Tage gebraucht, um zu realisieren, was für ein begnadeter Erzähler Ketchum ist. Unlängst habe ich Richard Laymon entdeckt und nahezu seine gesamte Bibliografie verschlungen. Bei John Niven lache ich Tränen, bei Robert Harris kann ich nachts vor Spannung kaum schlafen. Ich könnte ewig so weitermachen. Es gibt so viele tolle Bücher und Autoren.
 
Hast Du einen Tipp für angehende Autoren?
Viel lesen, viel schreiben und keine Angst vor Fehlschlägen. Jeder muss seine eigene Stimme und seinen eigenen Weg finden. Dazu gehören Ausprobieren und Scheitern. Und Konstanz ist wichtig. Schreiben muss zu einer Angewohnheit werden.
 
Kommt es vor, dass Du manchmal bei Deinem Werk unsicher bist und Rat bei anderen suchst?
Wenn ich vor einer schwerwiegenden Entscheidung stehe, erzähle ich gelegentlich jemandem davon. Aber das ist eher so eine Art »Reflexion mit Zuhörer«. Zur Diskussion stelle ich meine Storys erst, sobald ich zufrieden bin und der erste Korrekturdurchgang erledigt ist. Unsicherheit ist normal. Häufig lasse ich die Figuren bestimmen, wie es weitergehen soll. Die haben ohnehin ihren eigenen Kopf.
 
Was möchtest Du uns noch mit auf den Weg geben?
Global lesen, lokal kaufen! Kleine Buchläden, Verlage und Autoren brauchen Unterstützung, um eine vielfältige Literaturlandschaft aufrechtzuerhalten. Es gibt so viele Perlen zu entdecken, die nicht bei Amazon die Verkaufcharts anführen.
 
Deine Webseite:
www.Facebook.com/IverNiklasSchwarz. Spätestens zum Release des Romans wird es aber eine eigene Homepage geben.
 
Wie viel Zeit nimmst Du Dir täglich zum Schreiben oder bist Du da flexibel?
Wenn ich an einem Projekt arbeite, muss ich so kontinuierlich wie möglich schreiben. Am besten täglich; ideal sind drei bis vier Stunden am Stück. Mehr als ein Tag Pause und ich verliere das Gespür für die Charaktere und die Settings.
 
Was liest Iver Niklas Schwarz am liebsten?
Auf Papier gedruckte, gebundene Bücher. Taschenbücher tun´s auch, aber eBooks hätten für mich nicht erfunden werden müssen. Da bin ich altmodisch ...
 
Mondschein Corona bedankt sich fürs Mitmachen:).



Neuerscheinung: Cain der Killer, er bringt Schmerzen!

Herausgegeben von Finisia Moschiano in Neuerscheinung · 8/6/2017 20:28:00
Demnächst erscheint der neue Horrorschocker aus der Feder von Michael Kruschina: Cain der Killer! Ein Horror-Thriller der Extraklasse ... 

Klappentext: 
Grauen erfüllt die Stadt Chicago. Es scheint, als wären Bandenkriege der allerübelsten Sorte im Gang. Bestialische Morde geschehen. Die Polizei ist machtlos. Wer steckt dahinter? Cain – the pain, der Killer. Er verbreitet Angst und Schrecken, zunächst als Mafia-Killer. Doch dann zeigt noch jemand anderes großes Interesse an seinem tödlichen Talent. Aber wer ist Cain? Seine frühesten Erinnerungen reichen zu seinem 15. Lebensjahr zurück. Blutige Erinnerungen. Der Rest verschwindet im Nebel des Vergessens. Und dann taucht da noch dieser diabolische Schatten auf, immer wieder. Bis er schließlich von Cain Besitz ergreift, ihn in seine Welt zieht. Jetzt fängt das Grauen erst richtig an. 

Cain brings pain! Erst der Tod bringt die Erlösung.



Wald: Autoren und ihre Geschichten

Herausgegeben von Finisia Moschiano in Anthologie: Wald · 31/5/2017 18:42:00

1. Das Netz von Chris Tewes
2. Die Ruinen im Wald von Sarah Drews
3. Stumme Zeugen von Nadine Buch
4. Der Wald der Dyraden von Nina Krumschmidt
5. Aokigahara von Monika Grasl
und 6. Die letzten weißen Flecken auf der Karte von Iver Niklas Schwarz



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